BACH’S.

Und die zwei Namen dahinter. Julian. Jürgen. Sommelier und Braumeister. Zu sagen, dass beide eine Leidenschaft teilen, wäre uns zu einfach. Obwohl es stimmt. Aber der Weg, der beide zur Bierkunst brachte, unterscheidet sich.

SOMMELIER

Julian

Julian Bach gründete BACH’S 2009. Aber die Sache mit dem Brauen, die fing viel früher an. Anfangs nur für das Stammpublikum der elterlichen Gaststätte. Im Garten, mit viel Lust am Lernen, Verbessern. Mit viel Leidenschaft für bayerisches Bier. Süffig musste es sein. Und vor allem weit weniger herb als das, was sonst im Saarland üblich war. Die Flaschen hatten Bügelverschluss, das Brauen war Familienangelegenheit. Das Bier schmeckte. Die Nachfrage wuchs. Was mit einem Klosterbier begonnen hatte, wurde schnell ein kleines Sortiment. Helles, Pils, Weizen. 2008 wurde in eine Brauanlage investiert. Julian hat eine Schwäche fürs Anpacken, eine „Passion für Dreck und Öl“, wie er selbst sagt. Er ist Kfz-Mechaniker, Maschinenbautechniker, landete irgendwann im Industrial Engeneering. Und kam 2016 dann voll und ganz zurück. Zum Handwerk. Zum Bierbrauen. Wurde Bier-Sommelier. Ist BACH’S. Und hat Jürgen an der Seite.

BRAUMEISTER

Jürgen

Jürgen Deckarm gehört seit 2011 zum Team BACH’S. Mit 17 machte er die Ausbildung zum Brauer, und in seinem Fall von Hingabe zum Job sprechen, ist tatsächlich nicht übertrieben. Jürgen braute. Nicht nur für die Brauerei, bei der er als junger Mann angestellt war. Jürgen ging weiter, braute nach Feierabend auch fremd. In einer anderen Brauerei. Es konnte einfach nie genug sein. Mehr Wissen, neues Wissen, immer wieder ausprobieren. Erfahrung sammeln. Rezepte verinnerlichen, verbessern. Jürgen half bei Hopfenernten, arbeitete bei altehrwürdigen deutschen Brauereien. Bis sein Weg ihn schließlich zu einem der weltweit größten Getränkehersteller führte. Und eigentlich war klar, was kommen musste: Heimweh. Die Entfernung zum Bier war zu groß geworden, und keine Karriere der Welt das wert. Jürgen kehrte zum Brauen zurück. Vom Großkonzern an die Kessel in kleinen Brauhäusern. „Bier ist nicht für uns da. Wir sind fürs Bier da.“ Sagt Jürgen. Er hat nicht vor, jemals in Rente zu gehen. Eigentlich logisch.